Erste Hilfe bei Vernesselungen durch Quallen
Die meisten Quallen sind ungefährlich, es gibt jedoch einige Ausnahmen: z. B. die Portugiesische Galeere, die im Frühjahr um Ostern gelegentlich auch auf La Palma auftritt.
Quallen gehören zusammen mit Seeanemonen und Polypen zu den Nesseltieren. Wie es schon ihr Name ausdrückt, sind Nesseltiere durch eine besondere Eigenschaft ausgezeichnet: sie vermögen bei Kontakt zu nesseln. Dies bewirken sie mit Hilfe von in den Fangarmen konzentrierten Nesselkapseln (Nematocysten). Bei Berührung reißt die Nesselkapsel explosionsartig auf. Stilettartige Dornen dringen in die Haut und bewirken eine Verankerung. Über einen Schlauch wird das Gift injiziert.
Symptome bei Quallen-Biss
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Plötzlicher starker Schmerz, Schwellung, Rötung, Blasenbildung und Jucken der betroffenen Stelle.
Erste Hilfe
Hierzu gehört die Inaktivierung der Nesselkapseln, die noch aktiv im Tentakelgewebe enthalten sind, welches auf der Haut haftet.
Unsachgemässe Behandlung führt zur Entladung auch dieser Nesselkapseln und damit zur weiteren Giftapplikation.
Wichtig: Haften noch Fangfäden an der Haut, dürfen diese keinesfalls mit Alkohol oder Süßwasser abgewaschen werden, da dann bisher noch inaktive Nesselkapseln aufplatzen und den brennenden Schmerz noch vergrößern.
Als Helfer sollten Sie Ihren Eigenschutz denken und Handschuhe (z. B. Schutzhandschuhe) tragen.
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Abspülen mit Meerwasser oder Essig.
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Großzügig Sand auf die Quallenkontaktstelle streuen, wenn das Ganze etwas eingetrocknet ist, vorsichtig mit einem Messer (Schneidegefahr!) oder Kreditkarte den „Sandteig“ abschaben. So werden auch Quallenüberreste weggeschabt. Auf keinen Fall sollten Sie sie mit einem Handtuch oder ähnlichem abrubbeln!
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Eiswickel.
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Danach wieder Essigkompressen (schmerzlindernd).
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Viel Trinken, ev. antiallergisches Medikament, Schmerzmittel.
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Gefahr eines allergischen Schocks, den Betroffenen nicht allein lassen.
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Starke Schmerzen, Schwellungen, Unwohlsein des Betroffenen deuten auf einen allergischen Schock hin =Notfall.
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Sind die Fangarme entfernt, kann man die Hautreizungen mit Coldpacks oder Antihistaminika-Präparaten aus der Apotheke lindern.
Statt Salzwasser und Sand ist auch Rasierschaum sehr geeignet.
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