Uralub und Tauchen auf La Palma 

Kajak und Kanadier - Kanufahren auf La Palma

Kajak - ausflüge, Kajak - touren und Kajak - verleih und demnächst wahrscheinlich auch quietschrote Tretboote in Seenot!

Um es vorwegzunehmen: Ich habe viele Jahre am, auf und unter dem Wasser verbracht, davon auch viele Tage auf Kanadiern in Schweden, im Kajak im Wildwasser und auf der Ostsee, weiß wie Paddel benutzt werden und auch eine Eskimorolle bekomme ich vielleicht noch hin, daher glaube ich, dazu eine fundierte Meinung zu haben, die ich nachfolgend allen die es wissen wollen kundtue :-)

Vorweg ein kleiner Auszug aus einer Beschreibung eines Anbieters, der meines Wissens nach den Betrieb schon wieder eingestellt hat:

"An der Südküste der Insel gibt es versteckte Strände und Höhlen die wir mit dem Kajak besuchen können. An einem dieser Orte werden wir dann ein Picknick einnehmen, um uns für die weitere Tour zu stärken. Da man in diesem Bereich sehr Wetter, bzw. Meer-abhängiger ist, kann erst kurz vorher besprochen werden, ob Ost- oder Westseite oder, im Winter auch häufig möglich, das gar nicht raus gefahren werden kann. Auch für ungeübte oder auch Anfänger ist es möglich mit einem Kajak La Palma mal von einer ganz anderen Seite kennen zulernen."

Wenn Sie aufmerksam zwischen den Zeilen lesen, erkennen Sie schon das Problem "Der Atlantik ist kein Ententeich, keine Badewanne und kein Binnensee", La Palma liegt mitten in einem manchmal sehr bewegten Klimazone und häufig nicht planbaren Wetterbedingungen. Dazu kommt die Tatsache, das es nicht wirklich viele gut zugängliche Buchten gibt, die einen bequemen und gefahrlosen Ein- und Ausstieg erlauben.
Für Schwimmer, Schnorchler und Taucher ist das in Küstennähe keine Problem, wenn die üblichen Sicherheitsmassgaben beachtet werden, aber auf dem Ozean haben nach meiner Meinung muskelkraftbetriebene Fahrzeuge keinen Platz.

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Und an dieser Stelle möchte ich kurz - angeregt durch die Anmerkung eines geschätzen Lesers - einfliessen lassen, das ich hier nicht denjenigen Sportsfreunden zu nahe treten möchte, die genau wissen, worauf sie sich mit Material, Wetter und örtlichen Bedingungen einlassen und große Touren mit seegängigen Seekajaks unternehmen. Bei diesen kann ich nur den Hut ziehen und viel Spaß wünschen. Allerdings werden diese sich wohl das nötige Equipment irgendwie mitbringen müssen, ich denke nicht, das die Anbiete auf der Insel hier weiterhelfen können. ABer Versuch macht ja bekanntlich klug!***

Wenn Sie sich tatsächlich zu diesem Abenteuer entschließen sollten, lassen Sie sich unbedingt durch den Anbieter die direkte örtliche Verfügbarkeit eines motorisierten seetüchtigen Bootes für eventuelle Rettungsaktionen nachweisen und lassen Sie sich unbedingt von einem solchen begleiten!

Die örtlichen Kanu - Anbieter, haben meines Wissens nur Kajaks (1-er und 2-er) im Angebot,
was den Ein- und Ausstieg an bewegten Bootstegen (und die gibt es nicht einmal) nicht einfacher macht, andererseits sicherheitstechnisch noch besser als ein offener Kanadier.
Insbsondere die angebotenen Touren an der Ostküste können Sie eigentlich aus der Planung streichen. Warum ist wohl der Strand von Los Cancajos mit massiven Wellenbrechern geschützt? Gerade im Sommer baut der Nordostpassat eine veritable Welle auf, die für Taucher und Schwimmer kein Problem, für muskelkraftbetriebene Fahrzeuge ein unüberwindbares Hindernis ist..

Kurz und Gut: Verbringen Sie Ihre schönsten Tage des Jahres lieber mit den örtlichen Gegebenheiten angepassten Wassersportaktivitäten oder gegen Sie Wandern, Reiten oder Surfen und lernen Sie La Palma nicht "von einer ganz anderen Seite" kennen, denn wer will schon unter Wasser ohne Tauchgerät La Palma erkunden.

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