Klimainfo für die Planung Ihres Urlaubs auf La Palma
Auf den Punkt gebracht: Die Geschichte vom Westen der Insel La Palma als "Schönwetterseite" ist tatsächlich eine Geschichte, weder eigen langjährige Beobachtung noch wissenschaftliche Langzeitwerte des Klimas bezüglich Sonnenscheindauer und Temperatur (siehe ganz unten) lassen eine solche Aussage nicht zu. Zumindest ist diese undifferenziert.
Aus dem Netz können Sie sich beliebig viele Klimatabellen mit Sonnen-und Regenstunden für jeden gewünschten Monat auf La Palma heraussuchen, nur werden Sie feststellen, dass diese Ihnen nicht wirklich weiterhelfen.
Meist erkennen Sie nicht, auf welche Inselseite sich die Klimatabellen beziehen, noch erkennen Sie, auf welche Höhe sich die Angaben beziehen. Darum nachfolgend einige Grundregeln aus 25 Jahre Inselerfahrung als Dauerbewohner, Urlauber und Taucher auf beiden Inselseiten.
Sommer
Natürlich in nördlichen Breiten die beste
Jahreszeit, wenn es um Sonne und Wärme geht. Doch da sind die Geschmäcker
durchaus unterschiedlich. Der etwa ab Juni bis September ziemlich sicher
vorherrschende Passat sorgt für meist stetigen bis sogar frischen Wind aus
Nordost.
Er bringt lockere Wolken mit, die sich auch gelegentlich in höheren
Regionen des Nord-Ostens abregnen. An den Stränden ist es in West wie Ost sonnig,
im Osten verdecken gelegentlich gegen Nachmittag einige Wolken vorübergehend die
Sonne. Es ist im Westen eher windstill und echtes Wetter für Brathähnchen, mir
persönlich unerträglich heiß. Im Osten kühlt der Wind und es ist sehr angenehm
an den Stränden. Taucher können meist überall auf der Insel ins Wasser, nur die
zum Ozean offenen Buchten im Osten sind problematisch (Salemera, Puerto Trigo,
El Pozito und Las Cabras). Los Cancajos ist durch die Wellenbrecher kein
Problem.
Herbst
Die für meinen Geschmack schönste Zeit, das Wasser hat noch die maximalen Temperaturen bis 27 Grad, der ständige Passatwind schläft ein und häufig gibt es im Oktober/November die Bonanza (windstill mit Sonnenschein), perfekte Tauchbedingungen auf der ganzen Insel. In diesen 2-3 Wochen ist das Meer auf der Ostseite ruhig wie ein Ententeich und die Sonne verwöhnt bei nicht zu heißen Temperaturen um 25 Grad.
Im Spätherbst ab November setzen sich zunehmend Westlagen durch, die entsprechende Wellen aufbauen und das Baden und Tauchen im Westen unmöglich machen. Badefreunde und Taucher müssen an die Ostseite fahren, auch wenn dort das Wetter tendenziell kühler ist. Zum Sonnenbaden eignet sich nun die Westseite besser.
Dieser Tendenz setzt sich im Winter und Frühjahr fort.
Der Osten profitiert zwischendurch immer mal wieder von starken West- und Südwestwinden und es ist sonnig, während es auf der Westseite regnet. Ab März/April setzt sich dann wieder langsam der Passatwind aus Nordost durch.
Tja, was fangen Sie nu mit der Info an? Wenn Sie mich fragen, buchen Sie eher im Osten, wenn Sie nicht ganz so auf Hitze und Hähnchen vom Grill stehen, wollen Sie auch im Winter etwa ab Dezember mit höher Wahrscheinlichkeit Sonne und wollen dabei nicht direkt von der Basis vom Strand tauchen, sondern sind bereit in den Osten zu fahren, buchen Sie im Westen. Es bietet sich auch El Paso an, da sind Sie zwar nicht am Strand und recht hoch und kühl, dafür können Sie dank des neuen Tunnels die Inselseite je nach Wetter und Tagesplan wählen.
Und wer es noch einmal wissenschaftlich belegt haben möchte, hier Temperaturen und Sonnenscheindauer auf der Insel im Mittel und Überblick.
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| Sonnenscheindauer | Temperaturen |








